Für Wirtschaftsberater, Steuerbüros und M&A-Boutiquen: wie die Bewertung entsteht, wie die Beträge zustande kommen und wo die Grenzen des Berichts liegen.
„Das kann ein Chef genauso verstehen und lesen wie sein Berater."
Das ist der Maßstab für jede Zeile im Bericht. Für Ihren Mandanten heißt das: er versteht, was er unterschreibt. Für Sie: Sie können jede Zahl nachrechnen und jede Annahme prüfen.
Der Bericht empfiehlt Maßnahmen, keine Produkte. Wo eine konkrete Software genannt wird, steht daneben, welche Anforderung sie erfüllen muss, damit Ihr Mandant auch eine andere wählen kann.
Auf einer eigenen Seite steht, was nicht Gegenstand der Bewertung war: keine Penetrationstests, keine Forensik, keine rechtliche Prüfung von Lizenz- oder Versicherungsverträgen, keine Bewertung steuerlicher Sachverhalte.
Angaben der Geschäftsführung werden übernommen, soweit sie nicht durch eigene Feststellung überprüfbar waren, und sind als solche gekennzeichnet.
Was steht da, wie lange hält es noch, was kostet Ersatz?
Was läuft, wem gehört es, was explodiert beim Eigentümerwechsel?
Wo liegen welche Daten, wer darf ran, wie lange dürfen sie da liegen?
Wie angreifbar ist das Unternehmen, technisch, menschlich, physisch?
Welches Wissen steckt in welchen Köpfen, und was passiert, wenn der Kopf geht?
Von wem ist das Unternehmen abhängig, und was, wenn der Anbieter kippt?
Kann das Unternehmen mit dieser IT wachsen, und wo wird sie zum Flaschenhals?
Was läuft am offiziellen IT-Radar vorbei, und welche Lücken sind analog?
Was Sie hier sehen, sind die Überschriften. Dahinter liegt ein Prüfraster mit rund fünfzig Clustern und einigen hundert Einzelfragen, vom Wassermelder über dem Serverraum bis zur KI-Policy. Das vollständige Raster ist meine Methode und steht bewusst nicht im Internet. Im Gespräch gehe ich gern tiefer hinein. Die acht Achsen sind die Skizze des Regelwerks, nicht die komplette Blaupause. Die ist ohnehin unternehmensspezifisch.
Der Bericht behauptet nichts. Er rechnet vor.
Jahresumsatz, Personalstruktur, produktive Arbeitstage, Materialanteil, Vollkostensätze basieren auf den Zahlen des Betriebs. Wo im Mandat noch keine Zahl vorliegt, steht die branchenübliche Annahme kenntlich gemacht daneben.
Ausfallstufen gehen in der Praxis ineinander über. Jede Stufe ist am unteren Rand ihres Bereichs angesetzt und liegt bis zu zehn Prozent unter dem rechnerischen Wert. Das ist bewusst gewählt und im Bericht benannt. Wer die Zahl angreift, greift die vorsichtige an.
Bewertet wird der Tagesumsatz abzüglich Materialanteil, zuzüglich der Personalkosten, die ohne Gegenwert weiterlaufen. Folgeschäden werden getrennt ausgewiesen, nicht in die Stillstandskosten gemischt.
Zu jedem Befund ist erkennbar, worauf er beruht: eigene Inaugenscheinnahme, vorgelegte Unterlage oder Angabe der Geschäftsführung. Ungeprüftes wird als ungeprüft gekennzeichnet. Befunde, die mehrere Achsen berühren, werden einer Achse zugerechnet und quer verwiesen. Nichts wird doppelt gezählt.
Vor Vollzug behebbar und zu beheben. Danach entfällt die Grundlage für einen Risikoabschlag aus diesem Befund.
Als Einzelbefund nachrangig, als Multiplikator relevant. Typischer Fall: der fehlende Notfallplan.
Positiver Business Case ohne Risikobezug. Nicht dringlich, aber ein Argument in der Bewertung.
Ob ein Befund Muss, Sollte oder Kann wird, ist keine Geschmacksfrage. Die Priorität folgt aus der Ebene, auf der der Befund liegt: je näher an der Betriebsfähigkeit, desto eher Muss. Welche Ebenen das sind, steht im nächsten Abschnitt.
Was bei einer Bewertung sichtbar wird, ist oft viel auf einmal. Das ist normal, jeder gewachsene Betrieb trägt das mit sich herum. Es ist kein Befund gegen den Mandanten, sondern eine Landkarte. Security ist wichtig, aber nicht zuerst. Wer nicht weiß, ob der Laden morgen noch läuft, wenn die eine Person ausfällt, die alles weiß, braucht keinen Securitytest.
Die meisten Betriebe wollen bei 04 anfangen, weil Security in der Zeitung steht. Ich fange in der Regel bei 01 und 02 an, weil das die Ebenen sind, auf denen alle anderen stehen. Und weil das, was dort liegt, oft größer ist als gedacht.
Wenn das Prüfteam des Käufers kommt, wird dokumentiert, was digital wirklich steht. Schatten-IT, Key-Person-Abhängigkeiten, veraltete Systeme. Alles, was heute niemand sehen muss, wird dann sichtbar. Und bepreist.
Der Bericht weist den als Muss eingestuften Anteil getrennt aus. Das ist der Betrag, der vor Vollzug behebbar ist, und damit die Summe, um die sich ein Risikoabschlag verhandeln lässt.
Der Bericht ist als Digital Due Diligence einsetzbar. Prüftiefe, Nachweislage und Dokumentation sind darauf ausgelegt.
Entwicklung, Netzwerktechnik, Security und Enterprise-Historie in einer Person. Diese Breite ist die Voraussetzung dafür, einen Betrieb als Ganzes zu lesen statt in Einzelteilen.
Wenn Sie einen Mandanten haben, bei dem die IT ein offener Posten ist: schreiben Sie mir. Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen.